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Eskapismi

Ich träume mich in den wolkenschweren Himmel über der Stadt, der zuletzt im April so kalt und wolkenverhangen war. Taivas. Minä rakastan Helsinkista. Und manchmal wäre ich gerne nochmal dort. Bei den Raben auf Suomenlinna, den Bänken auf Korkeasaari. Oder am Meer, im Café Ursula, bei einem sündhaft teueren Kakao. Ich würde auf das Meer sehen, während es vom Wind Wellen schlägt. Eigentlich habe ich gedacht, ich würde nicht mehr wiederkommen, hätte alles gesehen. Nächstes Mal würde ich aufs Land fahren, in ein rotes, schiefes Häuschen, wenn ich Geld habe, soweit. Und doch zieht es mich wieder zum Himmel über der Stadt, zu den gutaussehenden langhaarigen Männern in den Straßen, schlank und verwegen, mit Gelenkringen an den knochigen Fingern. Welch alter Spleen. Ich betrachte alte Fotos und habe Sehnsucht danach, vor dem Tavastia herumzulungern. Irgendwann fahre ich nochmal hin und warte auf Ville Valo, dessen Nachname übersetzt Licht heißt. Wilhelm Licht, sozusagen. Manche pubertären Träume bleiben auch, wenn man morgens vor der Klasse stehen muss.
18.8.09 18:53
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Loup (19.8.09 06:10)
Bewahre diese "crazy dreams" und lebe sie von Zeit zu Zeit, das hilft

Lieben Gruß vom bösen Wolf

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